Time for prints (TFP) – Die Vorbereitung des Shootings

Ich persönlich bin ein eher systematischer Mensch. Somit gilt dies auch für meine Shootings. Somit ist es eine Marotte von mir, das ich gerne mit dem Model meist vorher schon gerne in Bildsprache entwickle, oder aber auch Beispielbilder austausche, was ich gern umsetzen mag. Das hat aus meiner Sicht folgende Vorteile:

  • Das Model kann vorher schon Äußern, was es mag. Darauf kann ich mich dann auch einstellen und umgekehrt.
  • Man kann vor Ort die Bilder dann Abarbeiten – es bleibt aber genug Raum für Kreativität
  • Das Model weiß, welche Kleidung es zum Shooting benötigt.
  • Es wirkt professioneller

Ich habe festgestellt, das nicht jedes Model dieses Vorgehen mag, aber so bin ich halt. Merke ich aber alleine auch hierbei schon, das es eher in die Richtung seitens des Models geht, wie “Lass mich in Ruhe mit so einem Mist. Wir schauen einfach, was dabei rum kommt”, so fehlt mir hier die Professionalität seitens des Models und ich sage das Shooting ab. Meine Erfahrung zeigt, das die Ergebnisse dann häufig nicht meinen Vorstellungen entsprechen. Somit spare ich mir die Zeit und vergebe den Slot lieber an ein anderes Model.

Austausch der Vorstellungen

Zum Austausch von Bildideen nutze ich gerne Pinterest. Es bietet einige Vorteile gegenüber WhatsApp und Co.

Pinterest bietet sich hervorragend zum Planen von Shootings an.

Pinterest ist auf Bilder ausgelegt. Man kann darin geheime, also nicht öffentliche Sammlungen von Bildern anlegen. Es gibt eine Kommentar- und Like-Funktion, die das Absprechen wesentlich vereinfachen. Sowohl Model als auch Fotograf können Bildideen hochladen und sich so austauschen.

Da Pinterest auch als App verfügbar ist, kann es Abends auf der Couch mal nebenbei genutzt werden.

In Kontakt bleiben

Durch ein paar negative Erlebnisse habe ich mir ein weiteres Schema angewöhnt. Nichts ist frustrierender, wenn man Energie in die Vorbereitung eines Shootings steckt und das Model taucht einfach zum Shooting nicht auf und ist nicht mehr erreichbar.

Früher fand ich es frustrierend, aber ich scheine Verstanden zu haben, das junge Menschen hier eher die Meinung vertreten: Mein Gott, ist doch nicht schlimm. Es hat ja nichts gekostet.

Da habe ich natürlich eine andere Auffassung dazu. Mich kostet es Zeit in der Vorbereitung, die ich ansonsten auch mit anderen Dingen verbringen könnte. Da dies nur ein Hobby von mir ist, und ch maximal 2 Shootings pro Woche mache, ist es für mich schon “schlimm”. Ich hätte ansonsten den Slot auch anders nutzen können.

Kurzfristige Absagen – nun ja, das passiert halt. Da kann man nichts dagegen machen. So spielt manchmal das Leben.

Ist mein Shooting wetterabhängig, dann plane ich mit dem Model auch vorab einen Alternativtermin… Sonst kommt man nicht zu dem Shoot. 🙂

Was mache ich aber, um das Modell an unser Shooting zu erinnern. Etwa eine Woche vorher schreibe ich es dann noch einmal explizit an, ob es noch etwas zum Termin, der dann und dann ist, zu besprechen gibt. Es kam schon mal vor, das “plötzlich” das Model dann nicht konnte, so dass ich den Slot anderweitig vergeben / besetzen konnte.

Etwa 24 Stunden vor dem Shoot poste ich eine Instastory mit dem Bild des Models, das ich mich auf das anstehende Shooting freue. Manchmal erfolgt auch hier eine plötzliche Absage, so das ich noch ein wenig Zeit habe gegenzusteuern. So passierte es, das ein Model sich hier meldete, das es eine aufkeimende Erkältung spüre. Für solche Fälle plane ich dann ein Backupshooting mit einem anderen Model und bin da ganz offen. Das klappt also dann auch bei kurzfristiger Absage ganz gut, doch noch ein Shooting durchzuführen.

Bleibt dann ein Model fern – na, dann ist das so. Aber ich habe die Wahrscheinlichkeit maximiert, das es eigentlich nicht passiert.

Und dann geht es auf zum Shooting. 😉 Im nächsten Artikel werde ich den Ablauf des Shootings nicht thematisieren. Dazu sind diese einfach zu unterschiedlich. Ich gehe dann lieber darauf ein, wie mein Workflow nach dem Shooting aussieht.

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